Dreamer
04-Feb-2002

Antoine Tamelhadd

Beschreibung:

Werte:
ATTRIBUTES
STR 2 / DEX 2 / STA 2
CHA 3 / MAN 2 / APP 3
PER 3 / INT 4 / WIT 3

ABILITIES
ALE 2 / ATH 1 / DOD 1 / EMP 3 / EXP 3 / KEN 2 / STR 3 / SUB 1
ETT 2 / MEL 1 / PER 3 / STE 2 / SUR 3
DRL 1 / ENI 2 / GRE 2 / LIN 1 / MYL 1 / POL 1
BACKGROUNDS
Dreamer 1 / Equipment 1
ARTS
Soothsay 3
REALMS
Actor 4 / Scene 3
TEMPERS
GLA 6 / WIL 6 / BAN 3

Aussehen/Fähigkeiten (mundane):

...

Aussehen/Fähigkeiten (fae / near dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd - immer ein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -1;
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Tag.

Spirit Pathway: Alarmsignal, wenn sich eine Gefahr nähert; finden den nächsten Trod finden.
Talecraft: Für die Dauer einer Geschichte entsteht eine Schimäre, die diverse Aufgaben der Geschichte erfüllt.
Recklessness: Jede Herausforderung muß angenommen werden, oder 1 Punkt Willpower muß ausgegeben werden.

Aussehen/Fähigkeiten (far dreaming):
Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde.

Spirit Pathway: Alarmsignal, wenn sich eine Gefahr nähert; finden den nächsten Trod finden.
Talecraft: Für die Dauer einer Geschichte entsteht eine Schimäre, die diverse Aufgaben der Geschichte erfüllt.
Recklessness: Jede Herausforderung muß angenommen werden, oder 1 Punkt Willpower muß ausgegeben werden.

Aussehen/Fähigkeiten (deep dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde und durch Essen und Getränke. Während des Aufenthalt im Deep Dreaming ist das permanente Glamour +1.

Spirit Pathway: Das Ziel einer Queste wird klar. Eine mögliche Gefahr wird erkannt, aber negiert.
Talecraft: Geschichten schaffen Schimären, die in der Folge freu und unabhängig überleben.
Recklessness: Die Annahme einer Herausforderung kann zwar verzögert werden, aber nicht abgelehnt werden.

Hintergrundgeschichte:

Antoine Tamelhadd
Vater: Said Tamelhadd, Sicherheitsberater in der algerischen Botschaft in Paris
Mutter: Louisa Tamelhadd (verstorben)
Geschwister: Anne Tamelhadd (verstorben)

Als Antoine noch ein Junge war, lebte er mit seiner Familie die meiste Zeit des Jahres mit seiner Familie in Algiers. Algiers ist eine große, laute Stadt mit viel Verkehr und schmutzigen Straßen. Soweit Antoine sich erinnern kann, hat er davon aber nie viel gesehen, denn seine Familie war reich. Nicht wirklich reich, aber reich genug, um eine teure Wohnung mit Treppen, mehreren Badezimmern und großen Teppichen zu besitzen. Sie hatten sogar einen kleinen Garten und einen Balkon mit vielen Blumen. Die Stadt und all ihre Händler, Bettler, Polizisten und hungrigen Kinder hat Antoine meistens aus den Fenstern eines voll klimatisierten Autos gesehen. Antoine ist auch auf eine eigene Schule gegangen. Dort waren die meisten Kinder weiß und sprachen nur schlecht Arabisch.
Antoine erinnert sich, daß seine Eltern häufiger fremde Gäste hatten, mit denen sie fast immer Französisch sprachen. Feste Freunde schienen seine Eltern nicht zu haben. Ständig kamen andere Leute mit anderen Kindern. Ab und zu gab es auch größere Empfange, aber die hatten nichts mit Antoines Vater, sondern mit seiner Mutter zu tun. Alle zogen sieh vornehm an und mussten sehr diszipliniert sein. Antoine verwirrten diese Abende immer sehr. Ständig traten neue Gesichter vor ihn, erzählten, was für ein hübscher junger Mann er sei, und gingen wieder. Wie gesagt: es war verwirrend.

Wie Antoine später herausfand, war seine Mutter Schriftstellerin und Aushängeschild einer jungen Autorengeneration. Ihre Gedichte und Geschichten reflektierten die Verträumtheit und selbstbewusste Hoffnung einer jungen Nation. Antoine hatte früh versucht, ihre Bücher zu lesen, aber die politischen Hintergründe und komplizierten Dialoge der Romanfiguren waren zu irritierend und undurchschaubar für ihn. Louisas Gedichte hatten ebenso eine schwer greifbare Dimension, eine Doppeldeutigkeit. Aber Antoine konnte sie früher lesen, weil sie ihm Farbfreudigkeit und Bilderreichtum boten, die ihm neue Welten eröffneten. Louisa saß oft in ihrem Arbeitszimmer und durfte nicht gestört werden. Manchmal war sie auch auf Reisen im Ausland, und Antoine fühlte sich alleingelassen. Er genoss die Zeit, die sie miteinander verbringen durften. Sie war weich und zärtlich. Sie hörte ihm zu, wenn ihm die Welt zu groß und furchterregend erschien, und sie gab ihm Kraft und das Lachen, das er von seinem Vater selten hörte. Antoines Vater arbeitete für die Regierung, und das erste, was Antoine über die Arbeit seines Vaters lernte, war, daß er seinen Vater nicht bei der Arbeit besuchen durfte. Said erzählte auch nie von seiner Arbeit beim Abendessen, wie es andere Väter taten. Antoines Vater arbeitete für den algerischen Geheimdienst. Auch Said war oft auf Reisen unterwegs. Manchmal verschwand er plötzlich tagelang, und Mine Mutter erklärte dann, da er arbeiten müsse. Weil sie abends manchmal weinte, beikam Antoine dann auch Angst und tröstete seine Mutter. Said kam aber immer irgendwann wieder, so daß Antoine sich daran gewöhnte. Wenn Vater verschwand, mußte er etwas starker, artiger und verantwortungsvoller sein, um seine Mutter trösten zu können. Antoine war ein verschlossenes, verträumtes Kind.

1992:

Antoine liebte das Haus außerhalb von Adrar. In den Schulferien oder an langen Wochenenden, flog seine Familie oft in den Süden, und genoss die Stille des Landlebens und den Komfort des Landhauses. An diesem Tag war es heiß und trocken, und die Rasensprenger ringsum zischelten und drehten ihre Köpfe. Die Fontänen, die sie ausspieen, hinterließen das schillernde Funkeln eines Miniaturregenbogens in der Luft. Antoine ließ das Buch in seinen Händen sinken und sog die feuchte Luft tief ein. Es war wie im Paradies. Das Haus war still, denn die kleine Anne lag in ihrer Wiege und schlief. Louisa saß an ihrem Schreibtisch und schrieb an ihrem neuesten Roman. Außer dem trockenen Rascheln der Palmen, war nur das Zischeln der Wasserspeier zu hören. Die Sonne stand hoch am Himmel, so dass Antoine die Augen bedecken mußte, als er zu ihr aufschaute.
Er blinzelte. Ein kleiner dunkler Fleck bewegte sich am Himmel in geschwungenen Bögen, stieg auf und ließ sich wieder fallen. Antoine setzte sich auf und schaute genauer hin. Ein Falke! Er bewunderte dieses stolze und elegante Tier. Der Anblick eines Falken war selten, und Antoine spürte sein Herz vor Aufregung schneller schlagen.
Er schwang seine Beine von der Liege, um Louisa zu rufen, als er das Klirren von Glas hörte. Das Blut in Antoines Adern erstarrte zu Eis. Er hörte jetzt Stimmen. Laute Männerstimmen, mehr Lärm. Einen hellen Schrei. Ein Krachen. Es war wie im Traum. Antoine wollte sich bewegen, aber er war festgefroren. Er wollte schreien, seiner Mutter helfen. Er hörte sie kreischen. Er konnte ihre Worte verstehen. Sie flehte um ihr Leben. Die Männerstimmen waren lauter. Ein längerer Schrei seiner Mutter brach plötzlich ab.
Antoine erwachte plötzlich. Er drehte sich um und stürzte zwischen die dicht gepflanzten Büsche. Er fiel hin und presste sich dicht auf den Boden, um nicht entdeckt zu werden. Er zitterte am ganzen Leib und sein Herz schlug schmerzhaft schnell. Plötzlich tauchte ein Schatten aus der Terrassentür auf und trat in das Licht. Antoine hielt die Luft an. Der Mann trug Militärhosen, ein gewöhnliches T-Shirt und hatte eine gewaltige Axt in der Hand. An seinem Gürtel hing ein unförmiger Gegenstand: eine Pistole. Besonders auffällig war der dichte, buschige Bart in seinem Gesicht. Antoine schluckte und spürte Tranen in sich aufsteigen: ein Terrorist. Er wusste ganz plötzlich, dass seine Mutter tot war. Er sah sie blutig vor ihrem Schreibtisch liegen. Die kleine Arme, tot in ihrer Wiege.
Der Mann ging von der Terrasse den seichten Hügel in den Garten hinab, und durchschritt die Regenbogenfontänen langsam. Antoine starrte ihn mit zitterndem Atem an. „Dreh dich um! Dreh dich um! Geh zurück ins Haus! Dreh dich um!", wiederholte er innerlich immer wieder. Der Mann blieb einige Schritte vor dem Gebüsch stehen und blickte Antoine in die Augen.
Antoine schaute in das hagere, knochige Gesicht des Bärtigen, in die dunklen, flackernden Augen, in den Hass in seinem Herzen und in den Entschluss, den Jungen in dem Gebüsch mit der Axt zu zerschmettern. Antoine schloss die Augen und begann zu weinen. Etwas verließ sein Herz und schwebte dorthin, wo seine Mutter jetzt sein mußte. Innen war alles ganz leer und frei. Antoine war bereit, nichts mehr zurückzulassen, außer seinem Körper.
Nach einer Ewigkeit öffnete Antoine die Augen. Die Terrassentür stand offen und bewegte sich leicht im Wind. Das Haus war wieder still. Und Antoine war allein.

Antoine war 12 Jahre alt, als seine Mutter und seine kleine Schwester umgebracht wurden. Er erfuhr, dass die Mörder sich Groupe islamique armé oder GIA nannten. Er erfuhr, dass die Morde nur zwei in einer langen Reihe waren. Angeblich wollten die Männer mit ihrer Tat dagegen protestieren, dass eine Wahl ungültig gemacht worden ist, die die Islamisten im Dezember des Vorjahres gewonnen hatten. Angeblich war sein Vater das Hauptziel des Anschlags gewesen. Man sagte, dass er Glück gehabt habe, wieder bei einem seiner plötzlichen Aufträge unterwegs gewesen zu sein. Antoine verstand nicht, wie man aus Protest zwei Menschen umbringen kann. Er wusste nur, dass Louisa und Anne noch leben würden, wenn Said da gewesen wäre.

Das Leben danach war natürlich anders. Wenn Antoine von 'Danach' spricht, weiß jeder seiner Freunde, was er damit meint. Antoine hasste und fürchtete die Mörder seiner Mutter und Schwester. Er träumt noch heute von seiner Hilflosigkeit und macht sich Gedanken darüber, ob er seiner Familie hätte helfen können. Seitdem treibt Antoine der Gedanke nach größtmöglichem Streben an. Für Antoine war immer alles möglich, wenn er es nur wirklich wollte. Das schuldete er seiner Mutter und Schwester. Andererseits lag dahinter auch immer die Sehnsucht verborgen, sich zu quälen. Er hatte damals versagt, er würde nie mehr versagen dürfen.

Antoines Vertrauen zu »einem Vater war gebrochen. Er hatte seine Familie im Stich gelassen. Said versuchte zwar, das Verständnis seines Sohnes zu gewinnen, war aber selbst ein zu verschlossener Charakter. So blieb zwischen Vater und Sohn stets große Distanz. Besonders übel nahm Antoine seinem Vater, dass er unfähig war, seine Trauer über den Verlust seiner Frau und seines Kindes auszudrücken,

Nach zwei Jahren erhielt Said das Angebot der Regierung, als Sicherheitsberater der algerischen Botschaft in Frankreich zu arbeiten. Als Antoine 14 Jahre alt war, mußte er alle Verbindungen zu seinem Heimatland abbrechen und mit seinem Vater nach Frankreich ziehen. Algerien zu verlassen, fiel Antoine nicht wirklich schwer. E« gab nur wenige Orte, an die er besonders wichtige Erinnerungen geknüpft hatte. Überschattet wurde alles von dem Mord an feiner Mutter und Schwester, von den innenpolitischen Unruhen nach der Wahl 1991. Überall war Polizei und Militär präsent. Es gab militärische Kontrollpunkte, Attentate, Massaker. Trotzdem war Antoine nicht bedingungslos erleichtert, als sein Vater ihm mitteilte, daß sie wegziehen würden. Ein Teil von ihm fühlte sich so, als wurde er vor seiner Angst weglauten wie der kleine Junge, der sich damals im Gebüsch versteckt hatte.


 

Charly Meissner

Beschreibung:

Werte:
ATTRIBUTES
STR 2 / DEX 2 / STA 3
CHA 3 / MAN 2 / APP 1
PER 3 / INT 3 / WIT 4

ABILITIES
ALE 2 / DOD 1 / EMP 3 / KEN 2 / PER 2 / STR 1
CRA 3 / DRI 1 / ETT 1 / STE 1
BUE 2 / COM 2 / FIN 3 / GRE 3 / LIN 2 / POL 1
BACKGROUNDS
Dreamer 2 / Equipment 1 / Chimerical Equipment 2
ARTS
Primal 2 / Soothsay 1
REALMS
Actor 3 / Prop 3
TEMPERS
GLA 4 / WIL 6 / BAN 3

Aussehen/Fähigkeiten (mundane):

...

Aussehen/Fähigkeiten (fae / near dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd - immer ein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -1;
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Tag.

Craftwork: Unbeobachtet brauchen Boggan nur 1/6 der üblichen Zeit, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Mit Zeugen gelingt es in 3 mal so schnell wie normal.
Social Dynamics: Es muß nicht mehr gewürfelt werden, um die sozialen Beziehungen zu erkennen.
Call of the Need: Ohne einen Punkt Willpower auszugeben, kann keine Frage nach Hilfe ausgeschlagen werden.

Aussehen/Fähigkeiten (far dreaming):
Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde.

Craftwork: Unbeobachtet brauchen Boggan nur 1/6 der üblichen Zeit, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Mit Zeugen gelingt es in 3 mal so schnell wie normal.
Social Dynamics: Es muß nicht mehr gewürfelt werden, um die sozialen Beziehungen zu erkennen.
Call of the Need: Ohne einen Punkt Willpower auszugeben, kann keine Frage nach Hilfe ausgeschlagen werden.

Aussehen/Fähigkeiten (deep dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde und durch Essen und Getränke. Während des Aufenthalt im Deep Dreaming ist das permanente Glamour +1.

Craftwork: Unbeobachtet brauchen Boggan nur 1/12 der üblichen Zeit, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Mit Zeugen gelingt es in 8 mal so schnell wie normal.
Social Dynamics: Innerhalb von Minuten wird klar, wer wen mit was kontrolliert oder beeinflußt.
Call of the Need: Hilfe kann nicht ausgeschlagen werden, selbst, wenn es erhebliche Risiken beinhaltet.

Hintergrundgeschichte:

Charly Meißner (Charmy Toggie)

Geboren wurde ich am 12. Januar 1977 im Prenzl Berg, Ostberlin. Als Söhne von Julia Meißner (geb. Kurtz) und Klaus Meißner, genossen mein Bruder Markus und ich, eine durchaus pädagogisch wertvolle Erziehung. Sie war ab und zu streng, aber hauptsächlich liebevoll. Meine Eltern erzogen uns nach dem Prinzip: Tadel muss sein, aber auch die Freiheit. Die Familie war nach außen, so wie sie sein sollte. Meine Mutter kümmerte sich um die Kinder, während mein Vater tagaus, tagein brav seiner Arbeit als freier Journalist nach ging. Die Maske war perfekt. Denn nur wir Kinder sahen, dass unsere Mutter oft Angst um unseren Vater hatte. So brav war mein Vater denn doch nicht. Er arbeitete im Untergrund gegen die Stasi.

Mein Vater war schon zu Zeiten der / 68 er Revolution stark involviert. Er gehörte zu einer kleinen Gruppe von Schreiberlingen die die Flugblätter verfassten und druckten. Ein Jahr später wurde mein Bruder Markus geboren. Meine Mutter hatte auf meinen Vater gezählt, sie dachte er würde mit seinen Aktivitäten kürzertreten und sich voll und ganz auf seine Familie konzentrieren. Doch die Stunden der Angst wurden länger. Meine Mutter wart irgendwann vollkommen überfordert und beschloss für eine Zeit zu ihrer Schwester Judith zu ziehen.
Als mein Vater eines Nachts nach hause kam, fand er nur noch einen Brief vor. Dort schrieb meine Mutter, dass sie für eine Weile bei ihrer Schwester wohnen würde. Für meinen Vater brach die Weit zusammen. Er beschloss meiner Mutter Zeit zu geben. Er ging seinen geregelten Weg. Schrieb meiner Mutter Briefe, versuchte kürzer zu treten.
Nach ungefähr 6 Monaten kam meine Mutter zurück zu meinem Vater zurück, denn sie sah das er sich verbessert hatte. Mein Vater konzentrierte sich jetzt voll und ganz auf seine Familie. Er war so, wie ein Vater sein sollte. Er ging mit seinem Sohn spazieren, las ihm gute Nacht Geschichten vor und wechselte Markus sogar die Windein.

Als mein Bruder eingeschult wurde, traf mein Vater eine Abmachung mit meiner Mutter, dass er wieder intensiver im Untergrund arbeiten dürfe. Es waren oft auch Freunde von meinem Vater zu Besuch und diskutierten wie es weitergehen sollte. Meine Mutter war es leid, aber wenn es ihr zuviel war ging sie wieder zu ihrer Schwester.
Im Jahr 1976 gab es zwei einschneidende Ereignisse im Leben meiner Eltern: Meine Mutter war wieder schwanger und mein Vater mußte ins Gefängnis. Er wurde von einem seiner besten Freunde an die Stasi verraten. Meine Mutter war am Boden zerstört, was sollte sie tun? Es war ein Glück das Markus schon zur Schule ging, aber wie sollte sie es schwanger alleine scharfen. Sie zog wieder zu Judith, um sich helfen zu lassen, immer wieder kam ihr der Gedanke zu fliehen, in den Westen. Doch dort kannte sie niemanden und wer half schon einer schwangeren Frau mit einem sieben Jahre alten Sohn?
Meine Mutter blieb bei meinem Vater. Sie besuchte ihn jeden zweiten Tag im Gefängnis. Dort fand sie einen völlig ausgehungerten, alten Mann vor sich. Mein Vater wollte nicht mehr. Doch meine Mutter erhielt Ihm am Leben, mit der Freude auf sein ungeborenes Kind.

Am 12. Januar 1977 erblickte ich dann das Licht der Welt. Mit meiner Geburt lebte mein Vater auf. Er sah wieder einen Lichtblick in seinem Leben und war nun bereit einfach nur noch den Rast seiner Strafe abzusitzen.
Ich wuchs vorerst bei meiner Mutter und ihrer Schwester auf. Sie betüttelten mich rund um die Uhr. Mein Bruder ging zur Schule und ich wurde den ganzen Tag durch die Gegend spazieren gefahren. Meine Mutter nahm mich auch mit ins Gefängnis, um meinem Vater zu zeigen wie ich wuchs.

1983, im Jahr meiner Einschulung, sah ich meinen Vater das erste Mal. Er sah ziemlich alt und schwach aus, man sah ihm an, das ihn die Zeit im Gefängnis etwas gelehrt hat.
Mein Vater wurde ruhiger und genoss die Zeit mit seiner Familie. Ich war ein guter Schüler, schon früh registrierte meine Lehrerin eine Mathematik Begabung bei mir. Doch ich war nicht immer ein glückliches Kind. Ich war klein, ein wenig dicklich und der Klassenstreber, wie die anderen mich immer nannten. Ich lebte mein eigenes Leben, mit meiner Familie und vielen Büchern.
1989 kam dann endlich die Erlösung, die Mauer war offen. Ich kam wegen meiner Begabung auf ein Gymnasium, mein Vater gründete einen kleinen Verlag, meine Mutter bekam eine Anstellung beim SFB und mein Bruder ging in den Westen. Meine Mutter war darüber traurig, mein Vater verärgert. Nun war ich noch ihr einziges Kind.
Wahrend meiner Zeit auf dem Gymnasium engagierte ich mich beim Jugend Rot-Kreuz und war im Schülerrat vertreten. Man fand mich also überall dort wo es etwas zu tun gab.
Mit 19 Jahren machte ich mein Abitur und machte meinen Zivildienst bei einer Obdachlosenhilfe. Mir machte die Arbeit Spaß mit den Menschen auf der Straße. Wir betreuten alles, was man auf der Straße fand. Wir verteilten Essen und waren uns nicht zu schade mit den Menschen zu reden, wenn sie das Gespräch suchten.
Während dieser Zeit orientierte ich mich auch anders. Ich war auch öfter auf politischen Versammlungen der Linken zu finden. Wir feierten wilde Partys und führten heftige Diskussionen.
Dann geschah es. Es war eine dieser Partys mit Alkohol und anderen Rauschmitteln. Ich dachte, ich hätte es übertrieben, ich lag völlig apathisch auf dem Sofa und versuchte die Situation zu überblicken: Es lag ein verdammt süßlicher Geruch in der Luft, es war nicht der typische Haschisch Geruch, es roch nach einer Wiese mit ganz vielen verschiedenen Blumenarten. Es war Sommer und man spürte die Energie der Sonne. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Es war alles so intensiv, dass es mich überwältigte. Ich öffnete die Augen und befand mich nicht mehr dort, wo ich vorher gewesen bin. Alles hat sich verändert: Die Möbel, die Menschen, der ganze gesamte Ort. Es sah aus als würde ich mich in einem riesigen Speisesaal befinden, es hingen teure Gemälde an der Wand und wir saßen alle an einem langen Esstisch und schienen von silbernen Teilern zu Essen. Das konnte nicht sein, auch die Menschen sahen jetzt ganz anders aus. Ich sah große stämmige blaue Gestalten mit kleinen Hörnern auf der Stirn. Andere hatten pelzige Ziegenbeine und sahen sowieso mehr aus als eine Zeige, als nach einem Menschen. Es war zu viel für mich, ich mußte raus hier. Auch ich hatte mich verändert, meine Nase schien kleiner und weitaus dicker als vorher, ich hatte eine Pfeife im Mund, die selbstgeschnitzt zu sein schien und das erstaunlichste war, ich hatte zwei Reihen Augenbrauen. Mich bestärkte nur ein Gefühl, dass ich ganz schnell gehen mußte. Ich versuchte die Tür zu finden, doch es schien keine da zu sein. ich begann zu Hyperventilieren, es müssen Pilze im Essen gewesen sein. Ich spürte, wie mein Körper langsam zu Boden ging und sich meine Sicht verdunkelte.

Meine Augen wollten sich nicht öffnen lassen, da sie völlig durch den Schlaf verklebt waren. Es war nicht auszuhalten, mein Schädel reichte einmal durch ganz Berlin. Wo war ich? ich suchte meine Brille, denn ich konnte nichts erkennen. Als ich sie aufsetzte und sich mein Blick verschärfte, blieb mir die Luft weg. Neben mir lag eine große Frau und sie war blau. Also ihre Haut war blau. Das konnte nicht sein, was war das für ein Zeug. Ich kann mich ganz genau daran erinnern, das ich kein LSD genommen hatte. Mein Körper war so schlaff, dass er einfach nicht in Panik geraten wollte. Ich blieb liegen und wartete ab. Eine Moment später öffnete sich die Zimmertür und eine von diesen menschlichen Ziegen trat ins Zimmer. Sie hieß Tara und begann mir die Geschichte der Faeries zu erzählen...


 

Sari, Sarah Strielitz

Beschreibung:

Werte:
ATTRIBUTES
STR 2 / DEX 3 / STA 4
CHA 4 / MAN 2 / APP 4
PER 3 / INT 2 / WIT 2

ABILITIES
ALE 2 / ATH 3 / BRA 2 / DOD 2 / EMP 3 / KEN 2 / STR 1
CRA 2 / DRI 1 / MEL 2 / PER 3 / STE 1
DRL 1 / ENI 2 / GRE 2 / MED 1 / TES 1
BACKGROUNDS
Dreamer 1 / Equipment 1 / Chimerical Equipment 2
ARTS
Primal 3 / Legerdemain 1 / Chicanery 1
REALMS
Nature 3 / Fae 3 / Prop 1
TEMPERS
GLA 5 / WIL 6 / BAN 3

Aussehen/Fähigkeiten (mundane):

...

Aussehen/Fähigkeiten (fae / near dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd - immer ein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -1;
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Tag.

Gift of Pan: Es wird kein Instrument benötigt. Ein Rettungswurf des Opfers mit Willpower gegen eine Schwierigkeit von 8 ist möglich.
Physical Prowess: Die Stamina steigt um +2, die maximale Geschwindigkeit beim Rennen sind 50 yards + 6 x Dexterity pro Runde.
Passion Curse: Die Schwierigkeit, Versuchungen zu widerstehen und die Selbstkontrolle zu behalten ist nüchtern +2, angetrunken +4.

Aussehen/Fähigkeiten (far dreaming):
Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde.

Gift of Pan: Es wird kein Instrument benötigt. Ein Rettungswurf des Opfers mit Willpower gegen eine Schwierigkeit von 8 ist möglich.
Physical Prowess: Die Stamina steigt um +2, die maximale Geschwindigkeit beim Rennen sind 50 yards + 6 x Dexterity pro Runde.
Passion Curse: Die Schwierigkeit, Versuchungen zu widerstehen und die Selbstkontrolle zu behalten ist nüchtern +2, angetrunken +4.

Aussehen/Fähigkeiten (deep dreaming):

Alle schimärischen Gegenstände werden zu realen Gegenständen;
Wissen, das in dieser Region erlangt wurde, wird beim Verlassen vergessen;
das Dreaming aborbiert Banality Punkte (1 Punkt pro Woche);
alle Cantrips sind Wyrd, kein Glamour nötig, Schwierigkeit für Cantrips -2 (Minimum von 2);
Temporäres Glamour regeneriert sich mit einem Punkt pro Stunde und durch Essen und Getränke. Während des Aufenthalt im Deep Dreaming ist das permanente Glamour +1.

Gift of Pan: Es wird kein Instrument benötigt. Um dem Ruf zu Widerstehen müssen 2 Willpowerpunkte ausgegeben werden.
Physical Prowess: Die Stamina steigt um +4, die maximale Geschwindigkeit beim Rennen sind 100 yards + 12x Dexterity pro Runde.
Passion Curse: Egal was passiert, erst müssen die fleischlichen Gelüste befriedigt werden.

Hintergrundgeschichte:

Name: Sarah Strielitz, Spitzname: Sari
Geburtsort: Bremen, Vorortsiedlung
Geburtstag: 03.08.1979
Kith: Satyr, Seelie, Wilder

Beide Elternteile waren arbeitsfähig, ihr Vater Ernst Strielitz bei der Vulkan Werft als Schweißer und ihre Mutter Katharina Strielitz, geb. Mertens bei der Aldi Filiale im Erdgeschoß ihres Hochhauses in der Siedlung. Die Familie ihres Vaters lebt erst seit dem Einzug ihres Vaters dort, der über die Werfttätigkeit in den Westen gekommen ist. Die Familie ihrer Mutter stammt aus der norddeutschen Region, wo die meisten Verwandten (2 Schwestern mit ihren Kindern und Sarahs Großmutter) immer noch leben. Die eine Tante namens Evi betreibt mit ihrem Mann die Gastwirtschaft ihrer Großeltern weiter.

Ernst war von Katharinas Familie anfangs nicht gern gesehen, hatte vor allem bei ihrem Vater (Opa Mertens) einen schlechten Stand. Die Kontakte zu Katharinas Familie lebten erst nach seinem Tode wieder auf, wenngleich sich Ernst auch weiterhin von Familientreffen fernhielt. Er fühlte sich als "Städter" von der Familie immer als merkwürdiges Subjekt behandelt. Mit dem Konkurs der Vulkan Werft änderte sich das gesetzte Leben der Familie insofern, daß Ernst seine Arbeit verlor wie viele andere im Stadtteil auch. Für ihn begann eine neue Zeit mit immer neuen Problemen. Aufgrund seines Alters erhielt er immer wieder Absagen auf Bewerbungen, die Abhängigkeit vom Geld seiner Frau nagte an ihm. er selbst sah sich als Zugpferd und Macher und war zum Nichtstun verdammt, was ihn immer mürrischer und gereizter machte. Launen, die vor allem seine Frau und Sari zu spüren bekamen.

Sarah bemühte sich von da ab besonders, ihm aus dem Weg zu gehen, wenngleich ihre häufige Abwesenheit und abendliche Verspätungen den Ärger nicht verminderte. Sari trieb sich vor allem mit Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung herum, darunter Volker Fried, ihrem ersten Freund. Ihre Hobbys waren durch ihre Freunde und ihren Umkreis bestimmt: Die meisten Jungs schraubten an ihren Karren oder Motorrädern rum, spielten Fußball oder verbrachten die Nächte mit Feiern. Ihre Schönheit machte sie schon recht früh attraktiv und umschwärmt, was sie meist nicht entsprechend zuordnete, sondern als selbstverständliche Freundlichkeit der Leute ansah. Dies war ihre bevorzugte Umgebung. Nachdem sie im Alter von 17 nach fast einem Jahr von Volker wieder getrennt hatte, veränderte sich ihr Freundeskreis. Anfangs, weil sie den gemeinsamen Freunden auswich und neue Kontakte suchte. Mit ihrem letzten Freund in Bremen lief es anders. Wenn sie vorher schon nicht viel von Schule hielt und ab und zu schwänzte, ging sie von da ab kaum noch zum Unterricht oder nach Hause. Es war eh viel interessanter sich mit Menschen zu unterhalten und zu freuen. Die Eltern haben sie dann bei den ersten Vorfällen mit der Polizei nach Schlägereien, in die sie selbst oder durch ihren Freund Alexei verwickelt war, wieder nach Hause geholt. Aber nach wiederholtem Ausreißen griff das Jugendamt zu und steckte sie in ein Heim für schwer Erziehbare. Auslöser dafür war ihr Aufgreifen mit ein paar Gramm und die dritte Vermißtmeldung ihrer Eltern.

Sonst im Ausreißen recht geübt, schlug das in diesem Falle fehl. Eingesperrt und jeglicher Freiheit – nach ihrem Ermessen – beraubt, war sie wie vom Schlag getroffen. Hier erfuhr sie auch ihre Chrysalis. Nach drei Monaten, wo sie mittlerweile auch 18 geworden war, kam sie in eine andere Abteilung, was ihr durch einen Fehler der Beamten die Flucht zumindest vor die Tore ermöglichte. Das Schicksal fügte es, dass sie draußen den Eshu und den Boggan vom Wandertheater sah. Ihr Ringen mit den Wächtern wurde von den beiden verfolgt und sie waren es später, die sie aus ihrer Misere herausholten, vor allem das bürokratische Geschick des Boggan war hier hilfreich. Seitdem begleitet sie die beiden auf ihrer Fahrt.