Ninchen's World of Darkness
Der Julklap

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Einladung zum Julklap

(18.11.01)

"In den letzten Tagen wird Hamburg von ungewöhnlichen Glamour-Schwankungen heim gesucht. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Informationen; manche Feen erzählen davon, dass das Glamour abnimmt, andere widersprechen dem und wissen davon zu berichten, dass das Glamour sich an bestimmten Orten verstärkt hat. Noch vielschichtiger gehen die Meinungen über die mögliche Ursache dieses Phänomens auseinander. Allerdings glauben nicht wenige, dass die politische Situation von Hamburg einen Einfluss auf die Feengesellschaft hat und zu solchen Auswirkungen führen kann.
Der Regierungswechsel in der Hamburger Bürgerschaft und das unerwartet erfolgreiche Abschneiden des Rechtspopulisten Schill und seiner Partei hat viele Menschen in unterschiedliche, extreme Lager gespaltet und in ihrem Denken beeinflusst. So etwas muss Folgen für die Träume und die Feen haben.
Der lichte (seelie) Anteil der Hamburger Feen diskutiert, ob mit der Wahl der neuen Bürgerschaft sich auch die bisherige lichte Feenregentschaft von Bürgermeisterin Janine (Pooka) dem Ende neigen könnte. Oder werden die lichten Kräfte durch den neuen Senat gestärkt? Die Geister scheiden sich daran, ob der alteingesessene SPD Senat mit dem Vorwurf des Filz nun als ein Beispiel für seelie (lichte) Politik stand und ein Wechsel immer per se ein finstere (unseelie) Stimmung erzeugt. Oder ob der neue Senat mit seinem Wunsch nach mehr Sicherheit und Ordnung nicht für eine seelie Politik steht.
Hamburgs finstere Feen halten dies dagegen für eine überflüssige Diskussion. Ob alter oder neuer Senat, an der politischen Struktur hat das ihrer Meinung nach wenig geändert. Und für die Schwankungen des Glamours muss es wohl andere, tiefergreifende Veränderungen geben.
Wie auch immer die eigene persönliche Position bezüglich der Glamourschwankungen oder der mundanen Politik sein mögen, es bleibt verwunderlich, dass die alte und neue Pooka Bürgermeisterin das diesjährige Julfest schon im November feiern will. Das ist fast ein Monat zu früh. Die Feiern anlässlich der Wintersonnenwende stehen nicht nur für den Austausch von Geschenken und Nettigkeiten, sondern gleichzeitig für die längste Nacht des ganzen Jahres. Die Nacht an dem die Finsternis am größten ist, bis mit dem folgenden Tag die Zeit der kürzer werdenden Nächte beginnt.
Janine lädt alle Kithain zu einem Julklap ein. Jeder Gast soll ein witziges, geistreiches oder anderweitig besonderes Geschenk mitbringe."

Bevor das Spiel los ging war reichlich Zeit in die entsprechenden Klamotten zu schlüpfen und die Schminke aufzutragen. Dann hieß es noch einen Moment draußen warten bis es dann los ging.
V.l.n.r.: Zicki (Satyr), Rosi (Boggan), Skitter (Redcap), Toralf (Troll), Lise (Boggan), Marian (Selkie), Erna (Boggan), Pit (Nocker), Erich Lund(Troll). Auf dem rechten Bild, für Lise neu hinzu gekommen: Spucki (Redcap)
Osman al Quaida, ein weit rumgekommener Budo-Spezialist (auch wenn das auf den ersten Blick nicht so zu bemerken ist).
Ein Geschenk für Pit, den Nocker. Die anderen sehen interessiert zu. Draig (Siberfuchspooka), Marian (Selkie), Erna (Boggan), Toralf (Troll), Osman (Eshu)
Neu im Bild: Freaky, ein Waschbärpooka (ganz links). Ansonsten herrscht mittlerweile eine gewisse Nervosität und Verwirrtheit. Manche der anwesenden Gäste sehen Dinge, die offensichtlich für die anderen nicht wahrnehmbar sind.
Drei Sluagh am tuscheln (ganz links: Lea, Ticc (verdeckt) und Chloé). Pit, der Nocker macht sich Sorgen um den Redcap Skitter, während die Pooka Bürgermeisterin (im Vordergrund) und Osman die Szene beobachten.
Wieder hängen die drei Sluagh zusammen und erneut wird der männliche Sluagh verdeckt, diesmal durch eine verwirrte Rotkappe.
Zicki, die Satyrin gibt 'ne Runde Schnaps aus. Die beiden Pooka bleiben wohl beim Bier und der Troll ist eh schon blau
Die drei Heinzelfrauen glucken zusammen und amüsieren sich prächtig.
Lecker so eine Tasse Tee. Jan, der seelie Redcap und Rosi konzentrieren sich derweil auf anderes.
Lea und Janine - offensichtlich haben sich die Pooka und die Sluagh nichts zu sagen, oda?
Janine, die Bürgermeisterin (Rotfuchspooka), hält das letzte aller Geschenke in ihren Händen: Das Balsfeuer, das aus einer vergehenden Freistätte in der Nähe stammt und von unbekannten entwendet wurde.

Janine, die Bürgermeisterin von Hamburg, hat zum Julklap geladen. Jeder Gast soll ein witziges, geistreiches oder anderweitig besonderes Geschenk mitbringen.
Jul oder Yule, wird eigentlich meist irgendwann zwischen dem 21. und dem 23. Dezember gefeiert und steht in der Gesellschaft der Feen für einen unseelie / finsteren Feiertag, der die Feen auf eine mögliche Endzeit vorbereiten soll.

Die Charaktere werden an der Türe von einem verzauberten Diener bzw. von Janine begrüßt. Sie schüttelt jedem Gast die Hand und hat stets ein paar nette, aufmunternde Worte parat. Nach der Begrüßung gelangen die Gäste in das Hinterzimmer. Vielleicht haben sie sich zuvor am Tresen ein Getränk mitgenommen - vielleicht auch nicht - auf jeden Fall können sie im Hinterzimmer erst einmal in Ruhe ankommen und die anderen Gäste betrachten und Kontakte knüpfen.
Im Laufe der ersten Stunde werden alle Feen eingetroffen sein. Janine wird immer wieder die Runde machen, um sich nach der Befindlichkeit der Gäste zu kümmern. Es werden sich alle relativ wohl fühlen - haben sie doch reichlich Knabberkram, Getränke und interessante Gespräche. Vor allem der Eshu kann interessante Geschichten erzählen; hat er doch in anderen Regionen schon öfter Glamourschwankungen beobachtet und diese waren steht's auf eine kurz bevorstehende Chrysalis zurückzuführen. Dabei war die Bedeutung der frisch erwachten Fee umso gewichtiger desto stärker die Unregelmäßigkeiten des Glamours waren.
Eigentlich wäre alles nett, wenn da nicht diese nervige Rotkappe wäre. Als Bewohner das Hauses versucht diese Rotkappe immer wieder seinen Sonderstatus zu betonen. Und von der Bürgermeisterin hält dieser auch nicht sehr viel. Noch weniger von dem Troll, der nach einiger Zeit auf die Bühne steigt, um im Namen der Bürgermeisterin, den Julklap zu eröffnen. Bevor der Troll Kämmerer allerdings die Regeln des Julkaps erklärt, stimmt er mit seinem Instrument eine Fanfare an. Etwas das der Rotkappe offensichtlich gar nicht behagt. Letztlich wird der Troll sich durchsetzen und die Rotkappe zum Schweigen bringen.
Dann erklärt der Troll die Spielregeln: Jeder Gast schreibt ein paar Worte zu seinem mitgebrachten Geschenk auf ausliegenden Zetteln. Diese Worte sollen erklären, was dieses Geschenk so einzigartig macht. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt taucht ein/e Bewohner/in des Hauses auf und streitet mit der Rotkappe wegen des Lärms. Offensichtlich ist die Rotkappe, als Bewohner des Hauses, von seinen Mitbewohnern dazu verdonnert worden, dafür zu sorgen, dass es nicht zu laut wird. Die Rotkappe wird die Gelegenheit nutzen, um die Schuld auf den Troll abzuwälzen. Doch der Troll fährt mit seiner Anleitung fort: Die ausgefüllten Zettel werden mit einer Nummer versehen und kommen in einen Topf. Die Geschenke ebenfalls nummeriert werden auf ein Podest gelegt. Danach sollen die Gäste eine Nummer ziehen und damit ihr Geschenk erhalten. Natürlich müssen sie im Anschluss noch ein paar Worte darüber verlieren, wie und warum dieses Geschenk zu ihnen passt und von wem es stammen könnte.
Die Musik wird wieder lauter und die Rotkappe wieder aufmüpfiger (ein Geschenk hat sie sowieso nicht mitgebracht). Nun wird es dem Troll und der Bürgermeisterin zu bunt und sie werfen die Rotkappe raus. Wütend geht die Rotkappe; nur um im Vorraum mit dem verzauberten Diener einen Streit anzufangen. Als sich die Rotkappe über die Stereoanlage hermacht und die Kabel ißt, gefolgt von der Sicherung, fliegt er endgültig raus. Leider hat die Party nun keine Musik mehr. Sollten ein Nocker an dieser Stelle auftrumpfen wollen, wird die Anlage augenblicklich wieder funktionieren, allerdings laufen die Lieder nun rückwärts. Dies verliert sich aber nach einigen Minuten und dann scheint alles wieder normal zu funktionieren.
Diese Turbulenzen hat die Sluagh, die Diebin des Balefires, genutzt um die Flamme im Keller zu verstecken. Das Balefire wird als letztes ausgelost. Und der Gewinner muss das Balefire aus dem Keller holen. Das Feuer brennt in einem kleinen Kelch und alle anwesenden NSCs machen die Charaktere darauf aufmerksam, dass es sich bei der Flamme um das Balefire eines Freeholds hält.

Mit dem Auftauchen des Balefires bekommt die Stimmung eine gewisse Ernsthaftigkeit und Bedeutungsschwere. Für die Charaktere wäre es natürlich von Vorteil, wenn sie wüssten von wem dieses Geschenk stammt. Das wird aber wohl im Unklaren bleiben - es sei denn alle erklären offen was sie für ein Geschenk mitgebracht haben. Was aber auch nicht sehr hilfreich sein dürfte, da das Balefire ja ein zusätzliches "Geschenk" ist.
Noch während die Runde am diskutieren ist oder etwas unentschlossen auf den Sitzflächen rumrutscht. Erscheinen ein paar Augen und ein Text an einer der Zimmerwände ("Wir sehen alles"). Den Charakteren sollte klar werden, dass sie die ganze Zeit beobachtet wurden und es auch weiterhin werden, sollten sie nicht die Augen des Beobachters schließen. Schimärische Waffen werden dabei keine Lösung sein, allerdings könnte ein Zauber die Augen verdunkeln oder das Balefire vor die Augen gehalten wird sie blenden und erlöschen lassen.
Unbeobachtet oder unter den Augen des Schattenhofs - die Charaktere müssen beschließen, wie sie mit der Flamme umgehen wollen. Alle anwesenden NSC werden sich dafür aussprechen, dass das Feuer nicht zufällig aus der alten, wie sie es nennen, vergehenden, Freistätte entwendet wurde, sondern dass in Zeiten wie diesen (Glamour spielt verrückt), die Flamme an einen sicheren Ort muss. Wahrscheinlich wird die Bürgmeisterin schon relativ frühzeitig dafür sorgen, dass die Flamme, bewacht von den Trollen, in Sicherheit gebracht wird.

Möglicherweise kann die Anwendung von Wahrsagen (Soothsay) weitere Hinweise geben. Wie auch immer, es wird nicht damit getan sein, die Flamme einfach wieder zurückzubringen...
... was tun, um eine neue Freistätte zu schaffen ... sicherlich kein Kinderspiel. Dazu brauchen die Charaktere einen geeigneten Ort, Energie (Glamour) und vielleicht noch so den einen oder anderen Tipp über den sie aber z.Z. noch nicht verfügen.
Letztlich wird sich die Bürgermeisterin dafür aussprechen, dass die Charaktere es sich zur Aufgabe machen, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. Gleichzeitig erklärt sie sich bereit auf die Flamme aufzupassen, bis die Charaktere bereit sind sie in die entsprechende (neue) Freistätte zu bringen.

Was noch passierte:
Die Glamour-Schwankungen setzten einzelnen Charakteren mehr oder weniger zu. Manche vergaßen kurzzeitig ihren Feenanteil, andere sahen Dinge, die offensichtlich nicht da waren.
Ein Teil der Runde entschloss sich spontan den internen Rahmen zu verlassen und begaben sich zum vergehendem Freehold von dem die Flamme stammte. Der Besitzer war tatsächlich zufällig anwesend und ließ sie die Räumlichkeiten durchsuchen. Weitere Ergebnisse brachte diese Exkursion allerdings nicht. Vielen war die Bürgermeisterin und ihr Kämmerer verdächtig. Durch entsprechenden Zaubertricks gelang es erste Hinweise zu sammeln.