Janine,
die Bürgermeisterin von Hamburg, hat zum Julklap geladen. Jeder Gast
soll ein witziges, geistreiches oder anderweitig besonderes Geschenk
mitbringen.
Jul oder Yule, wird eigentlich meist irgendwann zwischen dem 21. und
dem 23. Dezember gefeiert und steht in der Gesellschaft der Feen für
einen unseelie / finsteren Feiertag, der die Feen auf eine mögliche
Endzeit vorbereiten soll.
Die Charaktere
werden an der Türe von einem verzauberten Diener bzw. von Janine begrüßt.
Sie schüttelt jedem Gast die Hand und hat stets ein paar nette, aufmunternde
Worte parat. Nach der Begrüßung gelangen die Gäste in das Hinterzimmer.
Vielleicht haben sie sich zuvor am Tresen ein Getränk mitgenommen -
vielleicht auch nicht - auf jeden Fall können sie im Hinterzimmer erst
einmal in Ruhe ankommen und die anderen Gäste betrachten und Kontakte
knüpfen.
Im Laufe der ersten Stunde werden alle Feen eingetroffen sein. Janine
wird immer wieder die Runde machen, um sich nach der Befindlichkeit
der Gäste zu kümmern. Es werden sich alle relativ wohl fühlen - haben
sie doch reichlich Knabberkram, Getränke und interessante Gespräche.
Vor allem der Eshu kann interessante Geschichten erzählen; hat er doch
in anderen Regionen schon öfter Glamourschwankungen beobachtet und diese
waren steht's auf eine kurz bevorstehende Chrysalis zurückzuführen.
Dabei war die Bedeutung der frisch erwachten Fee umso gewichtiger desto
stärker die Unregelmäßigkeiten des Glamours waren.
Eigentlich wäre alles nett, wenn da nicht diese nervige Rotkappe wäre.
Als Bewohner das Hauses versucht diese Rotkappe immer wieder seinen
Sonderstatus zu betonen. Und von der Bürgermeisterin hält dieser auch
nicht sehr viel. Noch weniger von dem Troll, der nach einiger Zeit auf
die Bühne steigt, um im Namen der Bürgermeisterin, den Julklap zu eröffnen.
Bevor der Troll Kämmerer allerdings die Regeln des Julkaps erklärt,
stimmt er mit seinem Instrument eine Fanfare an. Etwas das der Rotkappe
offensichtlich gar nicht behagt. Letztlich wird der Troll sich durchsetzen
und die Rotkappe zum Schweigen bringen.
Dann
erklärt der Troll die Spielregeln: Jeder Gast schreibt ein paar Worte
zu seinem mitgebrachten Geschenk auf ausliegenden Zetteln. Diese Worte
sollen erklären, was dieses Geschenk so einzigartig macht. Ungefähr
zu diesem Zeitpunkt taucht ein/e Bewohner/in des Hauses auf und streitet
mit der Rotkappe wegen des Lärms. Offensichtlich ist die Rotkappe, als
Bewohner des Hauses, von seinen Mitbewohnern dazu verdonnert worden,
dafür zu sorgen, dass es nicht zu laut wird. Die Rotkappe wird die Gelegenheit
nutzen, um die Schuld auf den Troll abzuwälzen. Doch der Troll fährt
mit seiner Anleitung fort: Die ausgefüllten Zettel werden mit einer
Nummer versehen und kommen in einen Topf. Die Geschenke ebenfalls nummeriert
werden auf ein Podest gelegt. Danach sollen die Gäste eine Nummer ziehen
und damit ihr Geschenk erhalten. Natürlich müssen sie im Anschluss noch
ein paar Worte darüber verlieren, wie und warum dieses Geschenk zu ihnen
passt und von wem es stammen könnte.
Die Musik wird wieder lauter und die Rotkappe wieder aufmüpfiger (ein
Geschenk hat sie sowieso nicht mitgebracht). Nun wird es dem Troll und
der Bürgermeisterin zu bunt und sie werfen die Rotkappe raus. Wütend
geht die Rotkappe; nur um im Vorraum mit dem verzauberten Diener einen
Streit anzufangen. Als sich die Rotkappe über die Stereoanlage hermacht
und die Kabel ißt, gefolgt von der Sicherung, fliegt er endgültig
raus. Leider hat die Party nun keine Musik mehr. Sollten ein Nocker
an dieser Stelle auftrumpfen wollen, wird die Anlage augenblicklich
wieder funktionieren, allerdings laufen die Lieder nun rückwärts. Dies
verliert sich aber nach einigen Minuten und dann scheint alles wieder
normal zu funktionieren.
Diese Turbulenzen hat die Sluagh, die Diebin des Balefires, genutzt
um die Flamme im Keller zu verstecken. Das Balefire wird als letztes
ausgelost. Und der Gewinner muss das Balefire aus dem Keller holen.
Das Feuer brennt in einem kleinen Kelch und alle anwesenden NSCs machen
die Charaktere darauf aufmerksam, dass es sich bei der Flamme um das
Balefire eines Freeholds hält.
Mit dem
Auftauchen des Balefires bekommt die Stimmung eine gewisse Ernsthaftigkeit
und Bedeutungsschwere. Für die Charaktere wäre es natürlich von Vorteil,
wenn sie wüssten von wem dieses Geschenk stammt. Das wird aber wohl
im Unklaren bleiben - es sei denn alle erklären offen was sie für ein
Geschenk mitgebracht haben. Was aber auch nicht sehr hilfreich sein
dürfte, da das Balefire ja ein zusätzliches "Geschenk" ist.
Noch während die Runde am diskutieren ist oder etwas unentschlossen
auf den Sitzflächen rumrutscht. Erscheinen ein paar Augen und ein Text
an einer der Zimmerwände ("Wir sehen alles"). Den Charakteren sollte
klar werden, dass sie die ganze Zeit beobachtet wurden und es auch weiterhin
werden, sollten sie nicht die Augen des Beobachters schließen. Schimärische
Waffen werden dabei keine Lösung sein, allerdings könnte ein Zauber
die Augen verdunkeln oder das Balefire vor die Augen gehalten wird sie
blenden und erlöschen lassen.
Unbeobachtet oder unter den Augen des Schattenhofs - die Charaktere
müssen beschließen, wie sie mit der Flamme umgehen wollen. Alle anwesenden
NSC werden sich dafür aussprechen, dass das Feuer nicht zufällig aus
der alten, wie sie es nennen, vergehenden, Freistätte entwendet wurde,
sondern dass in Zeiten wie diesen (Glamour spielt verrückt), die Flamme
an einen sicheren Ort muss. Wahrscheinlich wird die Bürgmeisterin schon
relativ frühzeitig dafür sorgen, dass die Flamme, bewacht von den Trollen,
in Sicherheit gebracht wird.
Möglicherweise
kann die Anwendung von Wahrsagen (Soothsay) weitere Hinweise geben.
Wie auch immer, es wird nicht damit getan sein, die Flamme einfach wieder
zurückzubringen...
... was tun, um eine neue Freistätte zu schaffen ... sicherlich kein
Kinderspiel. Dazu brauchen die Charaktere einen geeigneten Ort, Energie
(Glamour) und vielleicht noch so den einen oder anderen Tipp über den
sie aber z.Z. noch nicht verfügen.
Letztlich wird sich die Bürgermeisterin dafür aussprechen, dass die
Charaktere es sich zur Aufgabe machen, Klarheit in diese Angelegenheit
zu bringen. Gleichzeitig erklärt sie sich bereit auf die Flamme aufzupassen,
bis die Charaktere bereit sind sie in die entsprechende (neue) Freistätte
zu bringen.
Was
noch passierte:
Die Glamour-Schwankungen setzten einzelnen Charakteren mehr oder weniger
zu. Manche vergaßen kurzzeitig ihren Feenanteil, andere sahen Dinge,
die offensichtlich nicht da waren.
Ein Teil der Runde entschloss sich spontan den internen Rahmen zu verlassen
und begaben sich zum vergehendem Freehold von dem die Flamme stammte.
Der Besitzer war tatsächlich zufällig anwesend und ließ sie die Räumlichkeiten
durchsuchen. Weitere Ergebnisse brachte diese Exkursion allerdings nicht.
Vielen war die Bürgermeisterin und ihr Kämmerer verdächtig. Durch entsprechenden
Zaubertricks gelang es erste Hinweise zu sammeln.